top of page

(Atem)übungen bei Ängsten: Wege zu mehr Selbstakzeptanz und innerer Stärke

6. März
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Sept.

In unserer schnelllebigen, reizüberflutenden Welt – geprägt von Leistungsdruck, ständiger Erreichbarkeit und globalen Krisen – fühlen sich viele Menschen überfordert, was zu psychischen Belastungen wie Ängsten und Panikattacken führen kann. Angst ist ein intensives Gefühl, das uns körperlich und emotional stark belasten kann.

Menschen mit starken Ängsten sind oft sehr feinfühlig, tief empfindsam und erleben dafür auch andere Gefühle wie Liebe, Freude und Mitgefühl besonders intensiv. Wenn wir erkennen, dass hinter der Angst auch innere Kraft und Ressourcen liegen, kann ein neues Verständnis entstehen. Dann beginnt der Weg zu mehr Selbstannahme und innerer Stärke.


Angst verstehen, annehmen, wieder gehen lassen

Der wichtigste Schritt im Umgang mit Angst ist Akzeptanz. Angst gehört zum Leben – auch wenn sie sich gerade besonders herausfordernd anfühlt. Statt sie zu bekämpfen oder zu verdrängen, hilft es, eine liebevolle, mitfühlende Haltung einzunehmen. Du bist auch mit Deiner Angst wichtig und wertvoll – genau so, wie Du bist. Über das Akzeptieren der Angst kann sie auch wieder gehen. Was wir in uns bekämpfen, wird meist stärker. Wenn Du zu diesem herausfordernden Gefühl „Ja“ sagen kannst und gut für Dich sorgst, kann es wieder leichter werden. Deine Kraft und Dein Vertrauen werden wieder spürbar – sie sind immer da.


Angst regulieren – über den Körper und die Atmung

Angst ist eng mit unserem Nervensystem verbunden. Das bedeutet: Du kannst über einfache körperliche Übungen gezielt Einfluss nehmen und Momente von Sicherheit und Vertrauen schaffen.


1. Bodenkontakt spüren

Stell Dich hin oder setz Dich. Spürst Du den Boden unter Deinen Füssen? Oder die Sitzfläche unter Dir? Das bewusste Wahrnehmen von Schwerkraft und Kontakt wirkt beruhigend und gibt ein Gefühl von Stabilität. Übe das immer wieder – im Alltag, wo auch immer Du bist.

2. Länger ausatmen

Der Ausatem aktiviert den parasympathischen Teil Deines Nervensystems, der für Entspannung und Vertrauen sorgt. Lass den Atem bewusst ausströmen und spüre die Bewegung in Deinem Bauch. Bleibe ein paar Atemzüge bei deinem Ausatem und der Bewegung in der Bauchregion.

3. Orientieren im Raum

Schau Dich um. Was siehst Du? Etwas, das Dir guttut? Beruhigende visuelle Reize können das Gefühl von Sicherheit stärken.

4. Beruhigende innere Sätze

Sprich mit Dir selbst – ruhig, freundlich und klar. Sag Dir zum Beispiel, dass Du in diesem Moment sicher bist. Dass die Angst vorbeigehen wird. Und dass Du schon vieles geschafft hast.

5. Sanfte Bewegung

Bewege Deinen Körper intuitiv, dehne dich, schüttle Dich oder klopfe Dich sanft ab. Bewegung hilft, Stress abzubauen und das Nervensystem zu regulieren.


Selbstmitgefühl statt Selbstkritik

Sprich mit Dir so, wie Du mit einer guten Freundin, einem guten Freund sprechen würdest. Angst zu haben bedeutet nicht, schwach zu sein. Du bist auch mit Angst liebenswert, wertvoll und stark.

Es ist in Ordnung, wenn nicht alles leichtfällt – unsere Welt ist herausfordernd. Du kannnst Dich in jedem Moment selbst unterstützen und du verdienst in jedem Moment dein eigenes Mitgefühl.


Du musst nicht alles allein schaffen

Es gibt viele Wege, mit Angst besser umzugehen – und Du musst sie nicht allein gehen.

Besonders hilfreich ist Co-Regulation: die gemeinsame Selbstwahrnehmung, gemeinsame Atemübungen oder das Gespräch mit einem Menschen, der präsent ist und dir wohlwollend begegnet.

Körperarbeit – zum Beispiel Atembehandlungen oder achtsame Atemübungen – kann helfen, neue innere Sicherheit zu entwickeln, wertvolle Ressourcen zu entdecken und die Verbindung zu deiner eigenen Kraft zu stärken.


Sehr gerne unterstütze ich Dich auf Deinem Weg im Umgang mit Ängsten und Stress – hin zu mehr Selbstvertrauen, Stabilität und Leichtigkeit. Melde Dich gerne für einen Termin oder ein unverbindliches Gespräch!





 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
"Richtig" atmen und tief einatmen?

Immer wieder erlebe ich in meiner Praxis Menschen, die glauben, sie atmen "falsch" und versuchen, tiefer zu atmen. Doch: wir atmen nie falsch. Genauso wenig wie wir als Menschen falsch sein können. Vi

 
 
 

Kommentare


Atemtherapie, Krankenkassen anerkannt, Zusatzversicherung, Burnout, Angst, Schlafprobleme

Evelyn Zwicky

Praxis für Körper- und Atemtherapie

Dipl. Atemtherapeutin Middendorf

KomplementärTherapeutin OdA KT

Krankenkassen anerkannt

Untertor 14

8400 Winterthur

079 536 84 23

 

 

©2023 Evelyn Marina Zwicky

​

Datenschutz

​

bottom of page